Johann Sebastian Bach (21.3.1685 - 28.7.1750)

 Die drei Sonaten und Partiten
 (BWV 1001 bis 1006)

Die drei Sonaten und Partiten (BWV 1001 bis 1006) sind in Bachs „Köthener Zeit" entstanden (1717 bis 1723). Als Hofkapellmeister des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen leitete er ein großes Kammermusik-Ensemble und komponierte hier die bekannten Konzerte für Orchester und Soloinstrumente.

Ein wichtiges Ereignis, der Tod seiner ersten Frau Maria Barbara Bach fällt in diese Zeit (1723) und mag vermutlich eine Quelle der Ernsthaftigkeit und tiefen Traurigkeit einiger Sätze der Sonaten und Partiten sein.

Die Sonaten
 
     Die Satzfolge der Sonaten beinhaltet jeweils einen langsamen Eröffnungssatz, gefolgt von einer mehrstimmigen Fuge, dann dem wiederum langsam getragenen dritten Satz und einem schnellen Schlusssatz.

Die Partiten
 
     In den Partiten folgen mehrere, langsam bis beschwingteTanzsätze der barocken Zeit aufeinander.

 

Für weitere Informationen über Bachs Zyklus für Solovioline
 finden sie, wenn sie hier (BWV 1001-1006) klicken

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Erste Sonate für Violine Solo: Adagio
 (Autograph 1720)

Zum aktuellen Programm 1.  

Sonata III C-Dur   BWV 1005,       Adagio - Fuga - Largo  - Allegro assai

Die Sonata C-Dur, als die letzte Sonate in dem Zyklus eröffnet mit dem Adagio, in dem die möglichen vier Stimmen auf der Geige führend und begleitend sich abwechseln. Attacca darauf folgt die große Fuge, welche zwar als die technisch schwerste zu meistern ist, jedoch in ihre Form dankbar  zu gestalten ist. Das darauf folgende Largo öffnet den Raum für eine milde,  tröstliche Stimmung. Das fröhliche Allegro Assai beschließt die Sonate mit raschen Sechzehntelfiguren und einem reizvollen Dialog, der über die Spitzentöne der Stimmführung hervor gehoben werden  werden kann

Partita III  E-Dur   BWV 1006,       Preludio - Loure - Gavotte  en Rondeau - Menuett 1 - Menuett 2 - Bourée - Gigue

Mit dem virtuosen Präludium und einer freien Folge von Tanzsätzen beschließt Bach diesen Zyklus für Violine Solo. Das Präludium
beeindruckte selbst Rachmaninov, der es in einer ebenfalls virtuosen Fassung für Klavier transkribierte.  Die Tonart E-Dur erzeugt eine strahlend helle Atmosphäre, in der die folgenden, fast schwerelosen Tanzsätze der Partita ihrem Charakter nach einen Kontrast zu
em gesamten Zyklus bilden. In leicht erklingender Tonsprache lösen sich alle tief ergreifenden Momente aus den vorangegangenen Sonaten und Partiten fast in  Schwerelosigkeit auf.
So verklingt die Partita im letzten Satz (Guige) in einer ganz einfachen absteigenden Tonfolge. Als würde alle vorherige Tragik und Kompliziertheit eine Laune der Natur innerhalb der Ewigkeit darstellen. 

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