Zwei Arten, die Violine zu halten

“Bequeme Haltung” “Gründliche Violinschule”  von Leopold Mozart

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Schon in Leopold Mozarts “Gründliche Violinschule” (1787 Augsburg) wird neben der “bequemen Art der Haltung” (direkt unter dem Kinn) von einer zweiten Möglichkeit der Geigenhaltung, der “gelassenen Haltung der Violine” gesprochen. Anstelle der gängigen, “bequemen” Weise, die Geige zwischen linker Schulter und mit angemessenem Druck des Kinns für das Streichen des Bogens  zu stabilisieren, gibt es noch eine andere Art, das Instrument zu halten. Hierbei wird es so über dem Schlüsselbein angesetzt, das der Kopf frei beweglich bleibt. Das Halten und Stützen des Instrumentes geschieht hier während des Spiels hauptsächlich über den linken Arm und die Hand und wird  von der rechten, den Bogen streichenden Hand stabilisiert. Sowohl die Greiftechnik der linken Hand, als auch die Führung des Bogens mit der linken Hand muss dabei im höchsten Grade beweglich und flexibel ausgebildet sein, um das Instrument nahezu als körpereigenes Organ zu bedienen.
Dabei entspricht jeder gespielte Ton einer Kraftübertragung zwischen rechter und linker Seite auf das Instrument. Der Vortrag der Musik gewinnt durch diese entsprechende Haltung enorme Dichte und Präsenz. 

“Gelassene Haltung” “Gründliche Violinschule”  von Leopold Mozart

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Seit 2004 habe ich begonnen die Violin-Sonaten und Partiten für Solovioline von Johann Sebastian Bach, (BWV 1001-1006) in einigen kleinen Kirchen in meiner Umgebung aufzuführen.

Diese Werke erfordern vom Interpreten hohes technisches Können und ein musikalisch sehr differenziertes Gestaltungsvermögen und bieten für mich als Geiger und Geigenlehrer (Diplom-Instrumentalpädagoge) die Möglichkeit, meine Auffassung von einer ganzheitlich organischen Spieltechnik auf der Violine vorzustellen. Je mehr das Instrument möglichst flexibel in den Bewegungsapparat des Musikers eingefügt werden kann, ermöglicht es dem Gehirn, es als körpereigenes Organ anzunehmen.

Um meine Philosophie des Violinspiels zu veranschaulichen und zu zeigen, das es möglich, aber auch letztendlich ein direkter Weg zum Ziel ist, Musik ganz schwerelos zu präsentieren, spiele ich meine Konzerte ohne die Notenvorlage der Werke (bei diesem Konzert 21 Seiten). Das kommende Konzert hat die Spieldauer von etwa 50 Minuten.

Wilhelm Baberkoff, geb. 21.  Juli 1964

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Musikstudium der Violine und Komposition in Wien,

Studium der  Instrumentalpädagogik  in Essen  (Folkwang Hochschule)

ehemaliger Orchestermusiker der Städtischen Bühnen Freiburg im Breisgau

Instrumentalpädagoge Violine, Viola

Entwicklung einer Violinschule zur Korrektur und Erlangung einer ergonomischen Grundhaltung
 

regelmäßige Konzertauftritte als Solist mit Violine und Viola
 

Befürworter der relativen Solmisation als Methode zum Einstieg in das Musizieren und Dozent der relativen Solmisation bei Kursen in  Deutschland und Ungarn

 “Singen ohne Noten”  gemeinsames Musizieren für Erwachsene auch ohne musikalischen Grundkenntnisse. (www.dobisdo.de)

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